Wenn eine ganze Region zusammen singt: Ostbayerns größte Benefizgala vereint Musik, Sport und Hilfe für kranke Kinder
Ringlstetter, Akrobatik und Standing Ovations
Schon der Auftakt ließ keine Zweifel: Das würde ein großer Abend werden. Alle Musikerinnen und Musiker drängten sich auf der Bühne und schmetterten gemeinsam „Joy to the World“. Die Ränge verwandelten sich in ein Lichtermeer, als Hunderte ihre Handys in die Höhe hielten. Dazu sangen viele Stimmen gemeinsam traditionelle Weihnachtsklassiker wie „Leise rieselt der Schnee“.
Manchmal wurde es aber auch still: Hannes Ringlstetter stand alleine auf der Bühne, die Gitarre in der Hand, und sang „A Ruah“. Nur seine Stimme und sechs Saiten – mehr brauchte es nicht. Später kam Werner Schmidbauer dazu. Gitarre zu Gitarre spielten die beiden „Heller Schein“ und „Momentesammler“.

Es gab an diesem Abend viele Momente fürs Sammelalbum: Hoch oben im Dunkel der Arena löste sich eine Bewegung: Eine Sportlerin der Akrobatikgruppe des SV Fortuna Regensburg seilte sich langsam aus der Höhe ab. Kontrolliert, konzentriert, fast schwebend. Der Blick folgte ihr unweigerlich, während sie durch den Raum glitt und schließlich sicher auf der Bühne landete.
Auftritte wie diese zeigten, wofür das Weihnachtssingen steht: ein Programm, das sich Jahr für Jahr weiterentwickelt und neue Ausdrucksformen findet. In diesem Jahr setzte die Veranstaltung erstmals auf zwei Bühnen – eine große Hauptbühne vorne und eine kleinere im hinteren Teil der Arena, die den Raum öffnete und neue Perspektiven schuf. Dazu kamen pyrotechnische Effekte, die Flammen meterhoch in die Luft schießen ließen und für spektakuläre Lichtmomente sorgten.
Von Big Band bis Eiskunstlauf
Stimmgewaltig vertreten waren auch in diesem Jahr unter anderem die Guggenberger Legionäre, die Eisbären Regensburg, Regensburg Phoenix, der SSV Jahn Regensburg, das Armin Wolf Laufteam, Team Bananenflanke sowie die SG Mintraching/Neutraubling.

Prominente Unterstützung am Telefon
Dort saßen auch in diesem Jahr wieder prominente Unterstützer: Bezirkstagspräsident und Bayern-Botschafter Franz Löffler, Schauspieler Marcus Mittermeier, Bischof Rudolf Voderholzer, Bürgermeisterin Astrid Freudenstein, Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer sowie Hans Dorfner.
Ebenfalls vor Ort war Bayerns Finanz- und Heimatminister Albert Füracker, der in diesem Jahr die Spendenpatenschaft übernommen hatte und würdigte das Engagement:
„Das Regensburger Weihnachtssingen verbindet Besinnlichkeit, Zusammenhalt und Nächstenliebe in der Adventszeit. Zum 8. Mal kommen Menschen aus Kultur, Sport und Politik zusammen, dieses Jahr um mit großem Engagement das Kinderzentrum St. Martin zu unterstützen – einen wichtigen Ort, der Kindern mit chronischen Erkrankungen, Entwicklungsauffälligkeiten und Behinderungen hilft. Das Weihnachtssingen zeigt eindrucksvoll, wie viel Herzblut, Solidarität und Einsatz für den guten Zweck in unserer Oberpfalz stecken. Ein herzliches Vergelt’s Gott an alle Künstlerinnen und Künstler, Organisatoren, Sponsoren sowie Spender, die diese schöne Tradition möglich machen.“
„Das sind Lichtmomente, wie wir sie mehr denn je brauchen“
Armin Wolf dankte den unsichtbaren Helfern: „Was auf der Bühne passiert, ist das Ergebnis einer großen Gemeinschaft. Rund 200 Ehrenamtliche arbeiten im Hintergrund dafür, dass aus einer Idee konkrete Hilfe für Kinder und Familien wird. Ohne sie wäre dieser Abend nicht möglich.“
Großspenden und Benefizaktionen
Es kann aber weiterhin gespendet werden. Die Wiederholung des Regensburger Weihnachtssingens läuft am zweiten Weihnachtsfeiertag ab 18 Uhr auf TVA im Kabel, auf OTVA über Satellit, im Kabelprogramm von OTV und im Stream auf www.tvaktuell.com.
Spendenkonto
IBAN: DE09 7509 0900 9098 6076 16
VR Bank Niederbayern-Oberpfalz eG
Verwendungszweck: Weihnachtssingen 2025
HINTERGRUND:
In den vergangenen sieben Jahren unterstützte das Weihnachtssingen verschiedene soziale Projekte in Ostbayern: das Haus Mutter Kind in Regensburg, das Projekt Haus Hummelberg der Katholischen Jugendfürsorge Regensburg, den VKKK Ostbayern e.V. sowie das Projekt Theo Ostbayern des vkm. Insgesamt kamen dabei 1.130.409,64 Euro zusammen. Allein im vergangenen Jahr waren es 375.044,22 Euro.
Über das Spendenziel: Kinderzentrum St. Martin
Der für 2026 geplante Neubau soll die therapeutischen und medizinischen Angebote deutlich erweitern. Die Gesamtkosten betragen rund 4,23 Millionen Euro. Dank Förderungen durch die Bayerische Staatsregierung und die Benefizaktion Sternstunden ist ein Großteil bereits gesichert. Dennoch fehlen aktuell noch rund 1,2 Millionen Euro, die durch Spenden aufgebracht werden sollen.
